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5-FU - Wird als Zytostatikum v.a. zur Behandlung von Dickdarm- und Brustkrebs eingesetzt. Es findet auch Verwendung bei der Therapie von Warzen und Peniskarzinomen.
Adriamycin - Adriamycin (Doxorubicin) gehört zur Stoffgruppe der sog. Anthracycline. Adriamycin/Doxorubicin gehört zur Wirkstoffgruppe der Interkalantien. Die Wirkung beruht auf der Interkalation, d.h. Einlagerung in die DNA (Erbgut der Tumorzelle) und führt somit zum Zelltod. Nebenwirkung ist u.a. eine schädliche Wirkung auf den Herzmuskel.
Androgen-Suppressionstherapie - Unterdrückende Therapie der männlichen Sexualhormone (griech. andro,"männlich", gen "erzeugend"), um das Wachstum des Prostatakrebses bzw. der Tumorzellen zu verhindern, hier werden die Zellen in einen "ruhenden" Zustand versetzt, eine Zerstörung der Zellen kann nicht erreicht werden
aromatische Amine - Stoffe wie Anilin, Toluidine, Naphtylamine finden überall in unserer Umwelt Verwendung. Als mögliche Quellen für die Belastung der Bevölkerung gelten Tabakrauch, Chemikalien und Farbstoffe in Textilien und Lederwaren, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln sowie Inhaltsstoffe von Kosmetika und Haarfärbemitteln. Krebserregend.
Balkannephropathie - Eine chronisch entzündliche Nierenerkrankung, welche isoliert in einigen Balkanstaaten auftritt. Ursache ist eine Verunreinigung von Weizen und folglich des daraus gewonnenen Mehls durch ein Ackerunkraut. Die Erkrankung gilt als Mitverursacher von Urothelkarzinomen nach mehrjährigem Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln (Brot).
Bilharziose - Wurmkrankheit, die in warmen Gewässern durch Schnecken als Zwischenwirt verbreitet wird. Vom Menschen werden die Larven (Zerkarien) über die Haut aufgenommen, wandern dann über die Blut- und Lymphbahn zur Leber, entwickeln sich dort weiter, wandern dann vor allem über Venen in Harnblase, Darm, Leber, Lunge und Gehirn und können schwere Infektionen auslösen. Führen einerseits zu Verengungen z.B. der Harnleiter, aber auch zu bösartigen Erkrankungen der Blasenschleimhaut. Therapie mit Praziquantel.
Bleomycin - Ist ein Antibiotikum mit zytostatischer Wirkung und wird deshalb in Kombination mit anderen Substanzen zur (Chemo-)Therapie von Krebserkrankungen wie Hoden- und Peniskarzinomen eingesetzt
Brachytherapie - Bei der Brachytherapie unterscheidet man zwischen der Implantation von „Seeds“ (radioaktiven Partikeln kurzer Halbwertszeit, auch „Low-dose radiation brachy“, LDR-Brachytherapie genannt) und dem „Afterloading“ (High-dose radiation brachy“, HDR-Brachytherapie), wobei für eine vorausberechnete Zeit eine radioaktive Quelle in Hohlnadeln, die in dem zu bestrahlenden kranken Gewebe stecken, eingeführt und anschließend wieder entfernt werden.
Cisplatin - Cisplatin: Ist ein sehr verbreitetes Zytostatikum (Hemmt die Zellteilung). Die Wirkung beruht in der Hemmung der DNA-Replikation (Vervielfältigung der Erbinformation), indem die beiden Stränge eng miteinander verknüpft werden. Aus diesem Grund wird die Erbinformation (in diesem Fall der Tumorzellen) gestört und dadurch funktionsunfähig.
Computertomographie - Computertomographie (von altgriech: tome,"Schnitt" und graphein, "schreiben") Im Gegensatz zur "normalen" Röntgenaufnahme wie Lungen- oder Bauchröntgen wird hier nicht nur "ein" Bild verwendet, sondern aus einer Vielzahl von Röntgenaufnahmen mittels eines Computers Schnittbilder des Körpers (Bauch, Brustkorb, Schädel) errechnet. Zu beachten sind hier deutlich höhere Strahlenbelastungen (siehe ionisierende Strahlung)
Cyclophosphamid - Wikstoff für die Behandlung von Krebs- aber auch für schwere Formen von Autoimmunerkrankungen. Hemmt das Zellwachstum bzw. die Zellteilung, wird in der Leber in die aktive Form ungewandelt, ist somit ein sogenanntes Prodrug.
Dialyse - Sogenannte "Blutwäsche". Die Nieren sind wegen einer Schädigung nicht fähig, giftige Stoffe aus dem Blut zu entfernen. Deshalb muss das Blut maschinell gefiltert werden oder wird über eine sogenannte Peritonealdialys in der eigenen Bauchhöhle gereinigt.
DNA - Die DNA (DNS) ist ein in allen Lebewesen und DNA-Viren vorkommendes Biomolekül und Träger der Erbinformation, also der Gene, welche die Information für die Herstellung der Ribonukleinsäuren (RNA, im Deutschen auch RNS) enthalten. Die DNA liegt im normalen Zustand als sog. Doppelhelix vor (Doppelstrang, spiralige Form)
Ejakulationsstörungen - Dazu gehört die retrograde Ejakulation, das heißt der Ausstoß der Samenzellen beim Orgasmus nicht über die Harnröhre sondern rückwärts in die Harnblase bei Nervenverletzung, oder die Anejakulation, bei der auch bei Analyse des Harnes keine Samenzellen feststellbar sind, ebenfalls aufgrund von Nervenverletzungen, die aber leider meist nicht vermeidbar sind.
FDG – PET - Nuklearmedizinische Untersuchung, die meist in Kombination mit einer Ganzkörper-Computertomographie kombiniert wird. Hier wird ein für den Patienten eigens hergestelltes Radioisotop (strahlendes Kontrastmittel mit Fluor oder Cholin) über eine Vene verabreicht und mit einem Detektor ähnlich einem Geigerzähler im Körper gemessen und gemeinsam mit den Schnittbildern der Computertomographie abgebildet.
Gemcitabine - Gemcitabine: Die zytostatische Wirkung (Hemmung der Zellvermehrung) beruht darauf, dass anstatt des menschlichen Cytidin (Base der DNA) die Wirkform des Gemcitabin, das Gemcitabintriphosphat, in die DNA eingebaut wird. Dadurch wird die Vervielfältigung der Tumorzell-Erbinformation (DNA) behindert, es kommt zum Tod der (Tumor-)Zelle.
HIFU - Hochintensiver fokussierter Ultraschall: Im Gegensatz zur Radiofrequenzablation werden hier anstatt Mikrowellen fokussierte (gebündelte) Schallwellen verwendet, die aber ebenfalls das Gewebe kochen und zerstören
Impotenz - Fehlende Fähigkeit zur Erektion (Versteifung) des Gliedes
Inkontinenz - Unwillkührlicher (unkontrollierter, ungewollter, unbewusster) Harnverlust über die Harnröhre
intermittierende Androgenblockade - Keine kontinuierliche Gabe eines Medikamentes, sondern es werden gewisse Ziele (z.B. PSA-Wert) zwischen Arzt und Patient besprochen, dann die Therapie je nach Verlauf durchgeführt oder ausgesetzt (Ein/Ausschalt-Prinzip)
ionisierende Strahlung - Diese Form der Strahlung bricht chemische Verbindungen auf und es entstehen chemische Radikale. Hierin liegt ihre biologisch schädliche Wirkung. Natürliche Strahlung wie Radon (Kellerräume), Kalium-40 in Steinen und Baumaterialien, Kohlenstoff-14 in Nahrungsmitteln und Atemluft, kosmische Strahlung aus dem Weltall. In der Medizin z.B. Röntgenstrahlung, aber auch Alpha- und Gammastrahlung in der Strahlentherapie (Krebstherapie)
IVP - Intravenöses Pyelogramm: Hier wird über eine Vene, meist der Armbeuge, ein jodhältiges Kontrastmittel gespritzt, nach einer definierten Zeit werden mehrere Röntgenbilder des Bauches angefertigt. Hier wird eine sogenannte Nephrographische Phase (Darstellung des Nierengewebes) und eine urographische Phase (Darstellung der Nierenbecken, der Harnleiter und Harnblase) unterschieden
kardiovaskulärer - Nebenwirkungen oder Erkrankungen, die vor allem das Herz und die Blutgefäße betreffen
kastrationsresistenten - Fortschreiten der Erkrankung trotz Unterdrückung des Testosterons unter das sogenannte Kastrationsniveau, das entweder durch eine Entfernung des Hodengewebes oder durch eine medikamentöse Therapie erreicht wurde
Kernspintomographie - Die Magnetresonanztomographie (MRT, kurz auch MR) ist ein bildgebendes Verfahren, das zur Darstellung der Struktur und Funktion von Geweben eingesetzt wir. Dafür werden sehr starke Magnetfelder verwendet, die bestimmte Atomkerne anregen (z.B. von Wasserstoff). Wenn die Atomkerne in ihre Ausgangsposition zurückkehren, senden sie Signale aus, die aufgefangen und in ein Schnittbild umgewandelt werden. Hierzu ist keine Röntgenstrahlung notwendig.
Kontinenz - Kontinenz ist die Fähigkeit, den Stuhlgang und die Harn-Ausscheidung über eine gewisse Zeit hinweg zurückzuhalten bzw. den Ausscheidungsvorgang willentlich auszulösen und so bewusst zu kontrollieren.
Kryotherapie - Vereisung des Tumorgewebes. Hier wird der Tumor über spezielle Nadeln in kurzen Abständen tiefgefroren, dann aufgetaut, wieder tiefgefroren usw. Ziel ist die Zerstörung des Tumors und der Erhalt des gesunden Teils der Niere
Langzeitmorbiditäten - Abgeleitet vom lateinischen Wort morbidus:"krank" bezeichnet dieser Begriff Erkrankungen, die hier auf eine Vortherapie bezogen sind und über eine lange Zeit oder für immer bestehen können
Letalität - Letalität: Tödlichkeit einer bestimmten Erkrankung
LHRH - Synonym für Gonadoliberin: ist ein im Hypothalamus gebildetes Hormon, welches bei Säugetieren und anderen Wirbeltieren die Produktion und Freisetzung der Gonadotropine des Vorderlappens der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) stimuliert. Weitere Bezeichnungen für das Hormon sind Gonadorelin (Freiname), Gonadotropin Releasing-Hormon (GnRH) oder luteinisierendes Hormon Releasing-Hormon (LH-RH) bzw. follikelstimulierendes Hormon Releasing-Hormon (FSH-RH).
limitieren - Limitieren: Begrenzen auf...
maximale Androgenblockade - Kombinationstherapie, um das für den Prostatakrebs wichtige Testosteron zu unterdrücken. Hier wird ein LHRH-Analogon (hier werden die Vorstufen der Testosteronproduktion unterdrückt) mit einer Tablettentherapie kombiniert (Bicalutamid), die verhindert, dass Testosteron seine Wirkung an der Zelle entfalten kann.
Metastase - Absiedelung von Tumorzellen an einem vom Primärherd entfernten Ort über die Blut- oder Lymphbahn in Organe wie Leber oder Lunge, aber auch Lymphknoten und Knochen
Methotrexat - Methotrexat ist ein sogenanntes Folsäure-Analogon (Vitamin B9). Es wirkt als sogenannter Antimetabolit zytostatisch. Zusätzlich wird als Antidot ("Gegengift") Folinsäure verabreicht, um schwere Nebenwirkungen zu verhindern. Es wird meist in Kombination mit anderen Zytostatika eingesetzt bei Leukämie, Blasenkarzinom, Brustkrebs, Hirntumoren oder Knochenkrebs.
Oraltherapie - Die Aufnahme von Wirkstoffen und Medikamenten über den Mund durch Schlucken von Säften, Dragees, Kapseln oder Filmtabletten. Eine weitere Form ist die Sublingualtherapie, hier werden die Wirkstoffe direkt von der Mundschleimhaut aufgenommen
palpiert - Abtasten der Prostata durch den Urologen bei der sogenannten DRU (digital rektale Untersuchung) mit dem Finger.
Parenchym - Funktionsgewebe eines Organs
PDD - PDD: Photo Dynamische Diagnostik
PEB - Hier wird eine Komination von drei Substanzen verabreicht, nämlich Cisplatin, Bleomycin und Etoposid. Ein Zyklus dauert je nach Schema 5 Tage. Besonders zu beachten ist die lungenschäfliche Wirkung von Bleomycin, diese Substanz darf nicht nach Belieben verabreicht werden.
PEI - Anstatt Bleomycin wird Ifosphamid zu Cisplatin und Etoposid verabreicht. Der Grund kann eine Lungenerkrankung sein, aber auch ein wiederholte Chemotherapie wegen Wiederauftreten des Tumors oder notwendige Fortsetzung wegen schlechtem Ansprechen.
Phenacetin - Phenacetin wurde 1887 als Medikament zur Schmerzbehandlung und Fiebersenkung eingeführt, in Kombination mit Koffein wirkte es euphorisierend und wurde als Mittel zur Leistungssteigerung missbraucht. Es zeigte sich eine sehr schädliche Wirkung für die Nieren und die Blasenschleimhaut (Urothelkarzinom), seit den 80ern nicht mehr im Handel.
Potenz - Unter der Potenz versteht man die Fähigkeit der Versteifung des männlichen Penis, die spontan oder infolge mechanischer oder psychischer Reize, insbesondere durch sexuelle Erregung stattfindet. Die Erektion wird hervorgerufen durch Steigerung des Blutzuflusses und Drosselung des Blutabflusses in den Schwellkörpern und stellt eine Voraussetzung für den Vollzug des normalen Geschlechtsverkehrs dar.
Progression - Progression: Fortschreiten, in diesem Fall der Krebserkrankung
PSA - Das prostataspezifische Antigen (abgekürzt: PSA, auch Semenogelase oder Kallikrein-3) ist ein Enzym, das dem Ejakulat beigemengt ist und der Verflüssigung des Samens dient. PSA ist "kein Tumormarker", sondern ein "Gewebemarker", da es auch beim Gesunden erhöht sein kann (vergrößerte Prostata, Entzündung der Prostata) aber nur in der Prostata produziert wird
Radio-Frequenz-Ablation - Hier wird ähnlich des Mikrowellenherdes über eine hohe Frequenz Hitze erzeugt und das Tumorgewebe gekocht und zerstört
refraktär - Als medizinischer Begriff: unbeeinflussbar, unempfindlich
reseziert - Die Resektion ist eine operative Entfernung bestimmter Gewebeteile eines Organs oder auch eines Tumors. Das Wort „Resektion” kommt aus dem spätlateinischen „resectio” = das Abschneiden, bzw. „resecare” = abschneiden, wegschneiden, (zu)rückschneiden.
Rezidiv - Wiederauftreten einer Tumorerkrankung oder von Tumoren, Metastasen
Risikokonstellation - (bei Prostatakrebs): Gemäß der Befunde, die routinemäßig erhoben werden (=Tastbefund, PSA-Wert und Ergebnisse der Biopsie) kann man die Tumore in 3 "Risikogruppen" unterteilen: "niedrigrisiko-Tumore" = gute Chance für Heilung, günstiger natürlicher Verlauf "mittelrisiko-Tumore" = etwas erhöhtes Risiko für lokal ungünstige Tumorkonstellation und Fernabsiedelungen. Weniger günstiger natürlicher Verlauf, höheres Rezidivrisiko "hochrisiko-Tumore" = hohes Risiko für ungünstigen Verlauf mit erhöhtem Risiko für aggressive Tumore und Fernabsiedelungen.
Schwellkörperautoinjektion - Bei Impotenz eine gängige Methode, potenzsteigernde Mittel wie Prostaglandine mit einer dünnen Nadel direkt in den Schwellkörper (Corpus cavernosum) zu spritzen. Das Einspritzen erfolgt nach Schulung durch den Patienten selbst.
Skelettszintigrafie - Die Skelettszintigraphie, auch Knochenszintigraphie (engl. bone scan) genannt, ist ein nuklearmedizinisches bildgebendes Verfahren, das zum Nachweis von Knochenanteilen mit einem erhöhten Knochenstoffwechsel dient. Die dargestellten "Herde" entsprechen Metastasen, Knochenbrüchen oder entzündlichen Veränderungen (Osteomyelitis) oder Lockerungen bei Implantaten.
Stützgewebes - Muskeln, Knochen, Bindegewebe
symptomatischen - symptomatisch: Krebstypische Beschwerden wie verminderter Harnfluss bei die Harnröhre bedrängenden Prostatakarzinomen, Knochenschmerzen bei Knochenmetastasen oder Knochenabbau unter Hormontherapie. Symptomatische Therapie: symptomorientierte Therapie, z.B. Schmerztherapie
tuberöse Sklerose - Auch Bourneville-(Pringle)-Syndrom genannt ist eine erbliche Erkrankung mit Fehlbildungen und Tumoren vor allem des Gehirns und der Haut, aber auch in anderen Organensystem (z.B. Niere) können Tumore vorkommen (meist gutartige Zysten und Angiomyolipome, die aber bösartig entarten und zu schweren Blutungen führen können)
Tumormarker - Substanzen und zelluläre Veränderungen, deren Analyse eine Aussage über Vorliegen, Verlauf oder Prognose von bösartigen Erkrankungen ermöglichen können
Ultraschall - Schall mit Frequenzen, die höher sind als die, die der Mensch wahrnehmen kann, ab ungefähr 20.000 Hertz. In der Medizin werden diese Schallwellen benutzt, um ohne Belastung von Röntgenstrahlen Gewebe zu untersuchen. Das untersuchte Gewebe wird auf einem Bildschirm als Schnittbild angezeigt.
Urachuskarzinome - Urachus=Urharngang, stellt die Verbindung zwischen Harnblase und Nabel dar und sollte nach der Geburt verschlossen sein. Ist dies nicht der Fall, entstehen Hohlräume (Zysten) oder offene Verbindungen (Fisteln), in seltenen Fällen entstehen bösartige Tumoren (Adenokarzinome), die oft erst sehr spät erkannt werden
Urethrozystoskopie - Spiegelung der Harnröhre und Harnblase mit starren oder flexiblen Instrumenten, den sogenannten Zystoskopen
Urogenitaltrakt - Anatomischer Begriff für die Organe der Harnbildung, -ableitung und Reproduktion (Vermehrung): Nieren, Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase, Prostata, Harnröhre, Genitale & Keimdrüsen (Eierstöcke, Hoden)
Vinblastin - Vinblastin ist ein Chemotherapeutikum, das als sog. Mitosehemmer in der Chemotherapie bei Krebspatienten eingesetzt wird. Es handelt sich um ein Alkaloid aus der Rosafarbenen Catharanthe (Catharanthus roseus, früher Vinca rosea genannt). Vinblastin ist der bekannteste Vertreter einer ganzen Gruppe von Alkaloiden aus dieser Pflanzenart, den so genannten Vincaalkaloiden. Diese blockieren die Zellteilung und beeinflussen so besonderes die sich schnell teilenden Zellen in Tumoren. Außerdem blockieren sie die DNA- und RNA-Synthese. Zur Gruppe der Vincaalkaloide gehören auch Vincristin, Vindesin und Vinorelbin.
Von-Hippel-Lindau-Krankheit - Seltene erbliche Erkrankung aus dem Formenkreis der sog. Phakomatosen, bei der sicht gut- und bösartige Tumoren (Angiome) vor allem im Bereich der Netzthaut des Auges und des Kleinhirns bilden, darüber hinaus auch in Rückenmark und Hirnstamm. Im Bereich der Niere können Nierenzellkarzinome entstehen, in der Nebenniere sogenannte Phäochromzytome. Es ist keine Heilung der Erkrankung möglich.
Zellklonen - Nachkommen von Zellen, die aber nicht ident sein müssen, hier können Eigenschaften hinzutreten, die eine Behandlung schwieriger machen, in diesem Fall das "nicht ansprechen" auf eine hormonelle Therapie, es folgt das sogenannte "kastrationsresistente Stadium"